Wenn nach starkem Regen Wasser durch die Kellerwand oder sogar durch die Bodenplatte gedrückt wird, spricht man von drückendem Wasser im Keller. In Berlin ist das kein Einzelfall: In vielen Bezirken – etwa in Spandau, Köpenick oder Reinickendorf – steht das Grundwasser hoch, und bei Starkregen staut sich zusätzlich Sickerwasser vor der Kellerwand. Wir erklären, woran Sie drückendes Wasser erkennen, was Sie sofort tun können und welche Abdichtung das Problem dauerhaft löst.
Drückendes Wasser, Sickerwasser oder Bodenfeuchte – der Unterschied
Für die richtige Abdichtung ist entscheidend, welche Art von Wasserbelastung vorliegt. Die Norm DIN 18533 unterscheidet dabei mehrere Wassereinwirkungsklassen:
- Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser: Wasser im Boden, das ohne Druck an der Wand abläuft. Typisch bei sandigen, gut durchlässigen Böden.
- Aufstauendes Sickerwasser: Bei wenig durchlässigen Böden (z. B. Lehm) staut sich Regenwasser vor der Wand und baut zeitweise Druck auf.
- Drückendes Wasser (Grundwasser): Das Bauwerk steht dauerhaft oder zeitweise im Grundwasser. Das Wasser drückt mit hydrostatischem Druck gegen Wand und Bodenplatte.
Woran Sie drückendes Wasser im Keller erkennen
- Wasser tritt an der Fuge zwischen Wand und Bodenplatte aus
- Pfützen auf dem Kellerboden nach Regen oder bei steigendem Grundwasser
- Nasse Stellen, die sich nach Niederschlägen schnell ausbreiten
- Feine Wasserstrahlen oder Tropfen an Rissen, Rohrdurchführungen oder Kernbohrungen
- Kalk- und Salzspuren entlang von Fugen und Rissen
Bei Feuchteflecken ohne sichtbares Wasser handelt es sich dagegen oft um aufsteigende Feuchtigkeit oder Kondensat. Mehr dazu in unserem Beitrag Feuchter Keller und nasses Fundament.
Sofortmaßnahmen bei Wasser im Keller
- Strom sichern: Steht Wasser in der Nähe von Steckdosen oder Geräten, Sicherung ausschalten.
- Wasser abpumpen und Wertgegenstände hochstellen.
- Ursache dokumentieren: Fotos von Eintrittsstellen machen – das hilft bei der Diagnose und bei der Versicherung.
- Entwässerung prüfen: Lichtschächte, Bodenabläufe und Fallrohre auf Verstopfungen kontrollieren.
- Fachbetrieb rufen: Drückendes Wasser lässt sich mit Eigenleistung nicht dauerhaft stoppen.
Welche Abdichtung hilft gegen drückendes Wasser?
Außenabdichtung mit Bitumenbahnen oder KMB
Die sicherste Lösung ist eine Abdichtung von außen auf der Wasserseite – nach DIN 18533 für drückendes Wasser ausgelegt, mit Schutz- und Dränschicht. Dafür muss das Erdreich freigelegt werden. Details zu Verfahren und Kosten finden Sie in unserem Ratgeber Kellerabdichtung in Berlin.
Rissverpressung und Injektion
Dringt Wasser punktuell über Risse oder Fugen ein, werden diese mit Polyurethan- oder Epoxidharz verpresst. Bei Arbeitsfugen und Wand-Boden-Anschlüssen kommen zusätzlich Injektionsschläuche oder Schleierinjektionen zum Einsatz.
Innenabdichtung mit Dichtungsschlämme
Ist eine Außenabdichtung nicht möglich, kann eine druckwasserdichte mineralische Innenabdichtung mit Hohlkehle am Wandfuß eingesetzt werden. Das Mauerwerk bleibt dabei feucht – deshalb prüfen wir immer, ob das Verfahren für Ihre Nutzung geeignet ist.
Drainage – nur in passenden Fällen
Eine Ringdrainage leitet Sickerwasser kontrolliert ab. Bei echtem Grundwasser ist sie allerdings nicht die Lösung, weil sie das Grundwasser nicht dauerhaft absenken kann. Hier hilft nur eine druckwasserdichte Abdichtung.
So gehen wir vor
Bei Magro Bau messen wir zuerst die Feuchte im Mauerwerk, prüfen Wassereintrittsstellen und klären die Wasserbelastung. Danach erhalten Sie ein Festpreisangebot mit dem passenden Verfahren. Wir reagieren auf jede Anfrage innerhalb von 24 Stunden – auch im Notfall. Alle Leistungen finden Sie auf unserer Seite Bauwerksabdichtung und Hydroisolation in Berlin.
Wasser im Keller? Rufen Sie uns an unter 01590 1924603 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.


