Berlin ist eine Stadt der Balkone – vom Gründerzeit-Altbau in Kreuzberg über die Plattenbauten in Marzahn bis zum Einfamilienhaus in Zehlendorf. So unterschiedlich die Gebäude sind, so unterschiedlich sind auch die Schäden. Eine Balkonsanierung im Altbau stellt ganz andere Anforderungen als die Sanierung eines Plattenbau-Balkons. In diesem Ratgeber zeigen wir, worauf es je nach Gebäudetyp ankommt und was in den Berliner Bezirken typisch ist.
Balkonsanierung im Altbau: Stahlträger, Naturstein und Denkmalschutz
In den Altbauvierteln – etwa in Friedrichshain-Kreuzberg, Prenzlauer Berg (Pankow), Charlottenburg-Wilmersdorf, Schöneberg oder Nord-Neukölln – stammen viele Balkone aus der Zeit um 1900. Typisch sind Stahlträger mit Kappendecken oder Natursteinplatten sowie aufwendig verzierte Gitter.
Typische Schäden
- Korrodierte Stahlträger, an denen Rost den Putz und die Platte sprengt
- Durchfeuchtete Auflager in der Fassade
- Undichte, mehrfach überarbeitete Beläge ohne funktionierendes Gefälle
Darauf kommt es an
Vor jeder Abdichtung muss die Tragfähigkeit geprüft werden – bei stark korrodierten Trägern ist ein Statiker einzubeziehen. Steht das Gebäude unter Denkmalschutz, ist für sichtbare Änderungen in der Regel eine denkmalrechtliche Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde des Bezirks erforderlich. Dünne, farblich passende Flüssigkunststoffsysteme erhalten dabei das historische Erscheinungsbild.
Balkone der 1960er- bis 1990er-Jahre: Kragplatten ohne Abdichtung
In Bezirken wie Spandau, Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick prägen Mehrfamilienhäuser aus der Nachkriegszeit das Bild. Ihre Balkone sind meist Stahlbeton-Kragplatten, die direkt aus der Geschossdecke herausragen.
Typische Schäden
- Fliesen im Dickbett ohne Verbundabdichtung – Wasser steht im Mörtel und friert
- Abplatzungen an der Unterseite und freiliegende, rostende Bewehrung
- Fehlende oder zu kurze Tropfkanten, Wasserschäden an der Fassade
Darauf kommt es an
Hier lohnt sich meist der komplette Rückbau des alten Belags, eine Betoninstandsetzung und eine neue nahtlose Abdichtung mit Flüssigkunststoff. Was das kostet, lesen Sie im Ratgeber Balkon abdichten: Kosten und Verfahren.
Plattenbau-Balkone und Loggien
In Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Teilen von Treptow-Köpenick und Pankow stehen viele Plattenbauten mit vorgefertigten Balkonplatten oder Loggien. Viele wurden in den 1990er-Jahren bereits einmal saniert – diese Beschichtungen erreichen jetzt das Ende ihrer Lebensdauer.
Typische Schäden
- Karbonatisierter Beton und korrodierende Bewehrung an den Plattenrändern
- Undichte Fugen zwischen Platte und Brüstungselement
- Abgewitterte Altbeschichtungen, durch die Wasser eindringt
Darauf kommt es an
Bei Plattenbauten geht es oft um viele gleichartige Balkone. Eine einheitliche, schnell begehbare Lösung, die abschnittsweise ausgeführt werden kann, spart Zeit und Gerüstkosten – die Mieter werden dabei möglichst wenig gestört.
Neubau und Einfamilienhaus: Anschlüsse und Barrierefreiheit
Bei neueren Gebäuden – ob in Neubauquartieren oder bei Einfamilienhäusern in den Randbezirken – entstehen Schäden selten an der Fläche, sondern an den Anschlüssen: an bodentiefen Türen mit niedriger Schwelle, am Wärmedämmverbundsystem der Fassade oder an Geländerbefestigungen. Hier ist präzise Detailarbeit gefragt.
Genehmigungen und Organisation in Berlin
- Baugenehmigung: Für die reine Instandsetzung ohne Änderung von Größe und Konstruktion ist in der Regel keine Baugenehmigung nötig. Bei Denkmalschutz gilt die Genehmigungspflicht der Denkmalbehörde.
- Gerüst auf dem Gehweg: Wird öffentlicher Straßenraum genutzt, ist eine Sondernutzungserlaubnis beim Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks erforderlich.
- Eigentümergemeinschaft: Balkonplatte und Abdichtung gehören meist zum Gemeinschaftseigentum – die Sanierung wird deshalb über die WEG beschlossen und über die Hausverwaltung beauftragt.
Wann ist der beste Zeitpunkt?
Abdichtungsarbeiten mit Flüssigkunststoff sind bei trockener Witterung ab etwa 5 °C möglich. Für größere Sanierungen mit Betoninstandsetzung empfehlen wir die Planung im Winter und die Ausführung ab dem Frühjahr. Wer jetzt im Herbst Schäden bemerkt, sollte sie vor dem ersten Frost begutachten lassen – mehr dazu in Frostschäden an Balkon und Terrasse vermeiden.
Balkonsanierung in allen Berliner Bezirken
Magro Bau saniert Balkone in ganz Berlin – von Spandau und Reinickendorf über Pankow, Charlottenburg und Steglitz-Zehlendorf bis Neukölln, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf – sowie im Brandenburger Umland. Alle Leistungen finden Sie auf unserer Seite Balkonsanierung Berlin.
Kostenlose Besichtigung: Wir reagieren auf jede Anfrage innerhalb von 24 Stunden. Telefon 01590 1924603 oder Kontaktformular.



